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Josh. & Band

Wien, Stadt der Klassik. Des Walzers und der Sängerknaben. Von Sachertorte, Wiener Schnitzel, Hofreitschule, Heurigen, Franzl, Sissi, Burgtheater und Opernball. Das ist die eine Seite. Voller Klischees.
Wien, Stadt von Falco. Wanda. Von Ambros, Fendrich und Heller. Von Molden und Nino aus Wien, von Kruder und Dorfmeister, Yung Hurn und natürlich auch Bilderbuch (selbst wenn diese aus Oberösterreich stammen). Von Life Ball und MQ. Das ist die andre, vitale, kreative, spannende und unglaublich interessante Seite der Stadt an der vielbesungenen Donau.
Aus diesem Wien der Gegensätze stammt Josh. und diese Stadt macht ihn auch aus, hat ihn geprägt. Hier wurde er vor 34 Jahren geboren und hier ist er tief verwurzelt. Die Musik wurde Josh. – wenn schon nicht in die Wiege – so doch in früher Kindheit nahe gelegt.
Im Alter von 8 Jahren begann er, klassische Gitarre zu lernen und spielte fortan – dem Klischee folgend, daß alle Österreicher klassische Musik lieben - u.a. Beethoven. Weniger zu seiner eigenen, vermutlich aber zur grossen Freude seines Großvaters, der sehr kunstaffin war und dem jungen Josh. erste Einblicke in die Kunstwelt ermöglichte. Doch auch wenn das der Beginn einer anhaltenden Liebe zur Gitarre war, bedurfte es doch eines Eric Clapton und seines „Unplugged“ Albums, um Josh., dessen Vater viel Paco de Lucia und Bruce Springsteen hörte, richtig heiß auf das Instrument zu machen. Dreizehn Jahre war er alt, als er das bahnbrechend erfolgreiche Album erstmals hörte. Es kam einer Initialzündung gleich: „Durch diese Musik ist mir damals buchstäblich der Knopf aufgegangen“ sagt Josh. dazu.
Mit 15 kamen die ersten Schulbands und damit einhergehend die ersten Songs. „Seien wir aber gnädig und hüllen den Mantel des Schweigens über meine ersten pubertären Gehversuche als Songwriter.“ lacht der 33jährige im Rückblick. Ein Anfang war gemacht. Doch Josh. hatte zwar Blut geleckt, bereit aber war er noch nicht. Denn gänzlich wollte er trotz der Entdeckung von Pop und Rock der formalen Musikausbildung nicht den Rücken kehren und so studierte Josh. 5 Jahre lang Jazz.
Wie zuvor schon die Klassik wurde ihm der Jazz irgendwann zu eng und die Jazzer zu elitär. Dass Musik nur „richtig gespielt“ auch „richtig“ sein kann und darf, das wollte er nicht glauben. Denn es darf aus Sicht von Josh. durchaus einmal auch schief und trotzdem gut sein. Dem Jazz- folgte ein aus rein wirtschaftlichen Gründen abgebrochenes Studium der Instrumental- und Gesangspädagogik. Josh. selbst sagt heute rückblickend, daß er einem potenziellen Gesangsschüler niemals raten würde so zu singen, wie er selbst. Das ist einleuchtend: Wer will sich schon selbst die Konkurrenz heranzüchten? Wie so oft im Leben eines Musiker war es dann der pure Zufall, der Josh. 2016 mit seinem Produzenten zusammengeführt hat. Als er mit der in Wien lebenden Sängerin Kathi Kallauch am Titel „Kein Sommer für einen allein“ (damals noch als Johannes Sumpich) arbeitete, schlug diese vor, die Vocals im Studio von Echopilot aufzunehmen. Die solcherart begründete Zusammenarbeit war dermaßen erfolgreich, dass der Song zum „Radio Wien Sommerhit 2016“ gewählt wurde.
Grösster Gewinn für Josh. war aber die dadurch begründete enge Freundschaft mit seinem Produzenten Martin Kromar, mit dem er fortan immer intensiver zusammenarbeitete. Martin und Florian Cojocaru, die gleichberechtigten Köpfe hinter Echopilot waren auch der Katalysator dafür, daß aus Johannes Sumpich ohne Druck und Erwartungshaltung Josh. werden konnte. Erst mit ihnen fand er seine eigene Stimme, seine eigene, sich aus den Widersprüchen Wiens ergebende Handschrift, und seinen unverkennbaren Sound.
Den bisherigen Höhepunkt dieser Zusammenarbeit stellt zweifellos „Cordula Grün“ dar, das seit Veröffentlichung im Juni 2018 nicht nur Österreich sondern auch Deutschland im Sturm erobert. Mit einem Augenzwinkern erzählt Josh. im Song von einer Traumfrau, die ihn um den Finger wickelt und der er rettungslos verfällt. Der Song lebt zum einen von seinem genial minimalistischen Arrangement, zum anderen von Josh.s Erzählkunst und Liebe zur deutschen Sprache. Und natürlich von einem wunderbaren Video.
Nicht zuletzt bescherte der Titel Josh. knapp 31 Millionen Youtube- und 23,5 Millionen Spotify Streams sondern auch Platin in Österreich, Gold in Deutschland und den Amadeus Austrian Music Award 2019 für den „Song des Jahres“.
Die Liebe zur Sprache und der Wortwitz, die Josh.s Texte ausmachen, die Geschichten aus dem Alltag, die er spinnt, begeistern auch in den Songs des Debutalbums „Von Mädchen und Farben“. Es ist gleich nach Veröffentlichung in die Top 5 der off. österr. Albumcharts eingestiegen und begeistert neben dem Überhit „Cordula Grün“ mit der aktuellen Single “ Vielleicht“ und Fan-Favoriten wie „Sowieso“,„Reden“, „Melodie verloren“,
„Bei Dir“ oder auch „Viertel drei“. Im Herbst 2019 hat Josh. den Licht ins Dunkel Song „Kerzen, Karpfen und Du“ sowie ein Duett mit Ina Regen namens „Weil ich’s nicht weiß“ veröffentlicht.
Ausserdem arbeitet er intensiv an neuen Songs für ein zweites Album, das 2020 veröffentlicht werden soll.
Einer davon ist bereits am 1. Mai erschienen und heisst „Wo bist Du“. Dafür hat Josh. einen Aufruf an seine Fans gestartet und sie aufgefordert, gesanglich und mit Handclaps mitzumachen. Das Resultat kann sich im wahrsten Sinne des Wortes hören lassen und besticht durch einen Hook, der einem – einmal gehört – nicht mehr aus dem Sinn gehen möchte.
Aktuell schreibt Josh., der, sofern es die aktuelle Situation dann erlaubt, im Herbst mit Band wieder live zu erleben sein wird, an Songs für sein zweites Album, das im Frühjahr 2021 erscheinen soll.

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Programme von Josh. & Band:

Karpfen & Lametta - Akustik Tour 2020