© Andreas Hopfgarten © Andreas Hopfgarten

Nico Semsrott

Erzogen von geistlich behinderten Lehrern an einer katholischen Ordensschule im eiskalten Herzen Hamburgs, zog es den kleinen Nico schon in jungen Jahren in die weite Welt hinaus. Gottes Willkür weiterhin hilflos ausgeliefert, landete er im materiell wie intellektuell ärmsten Bundesstaat der USA: Mississippi. Dort bekam er am eigenen Körper zu spüren, wie systematisch und gründlich (in diesem Fall: christlicher) Fundamentalismus jedem Menschen das Leben versaut. Aus dieser Hölle auf Erden geflüchtet, sah er zu Hause die Welt mit anderen Augen. Er gründete eine Schülerzeitung, welche von der Schulleiterin verboten wurde. Für sie waren Jesus und Meinungsfreiheit Gegensätze. Obwohl sie Regimegegnern wie ihm mit Schulrausschmiss drohte, überlebte er auch diese psychische Folter wie durch ein Wunder. Nico wurde hochschulreif, zahlte für seinen Abschluss aber einen hohen Preis: Bis heute leidet er unter den Folgen brutaler Ereignislosigkeit in 13 Jahren Unterricht. Als Heimatloser mit Diktaturerfahrung versucht der kleine Nico seither, die gewonnene Unabhängigkeit zu bewahren. So will er mithilfe empirischer Untersuchungen herausfinden, ob ein starkes Rückgrat im Kampf um die genetische Pole-Position nicht doch von Vorteil sein kann. Sollte ihm der Beweis wider Erwarten nicht gelingen, wird er versuchen, sich in falscher Bescheidenheit zu üben. Plan B lautet dementsprechend: In Würde scheitern.

Mehr Information zu Nico Semsrott

Zur Homepage von Nico Semsrott


Programme von Nico Semsrott:

Freude ist nur ein Mangel an Information 3.0