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Otto Schenk

Eine Theaterlegende

Otto Schenk ist ein wahrer Meister des Humors. Seine Leseabende (Garantiert zum Lachen, Sachen zum Lachen, Humor ist.., Alles Mögliche zum Lachen, Garantiert zum Lachen u.v.a.m. ..), das Einpersonenstück" Die Sternstunde des Josef Bieder" oder sein Sketch Abend "Lacherfolge" mit Helmuth Lohner sind Perlen des Humors.

Otto Schenk wurde am 12.Juni 1930 in Wien geboren. Die Wirren des 2. Weltkrieges erlebte er als Jugendlicher hautnah mit, insbesondere auf Grund der Nazi Rassengesetze, die seine Familie väterlicherseits diskriminierten. Nach der Matura studierte er, dem Beispiel des Vaters, der als Notar arbeitete, folgend, zunächst zwei Semester Rechts- und Staatswissenschaft an der Wiener Universität und ließ sich dann am Max Reinhardt Seminar ausbilden. Sein außerordentliches Talent wurde bereits in diesem frühen Stadium erkannt und auch von der Familie gefördert. Seine Theaterkarriere begann 1952 im Theater am Parkring mit  „Ein Strich geht durchs Zimmer“ und “Warten auf Godot“ sowie mit verschiedenen Rollen für das Theater der Jugend. 1953 machte er erstmals als Regisseur an einem Wiener Kellertheater auf sich aufmerksam. Später kamen Auslandsgastspiele und erste Regiearbeiten hinzu, wobei er das Theater der „Absurden” mit Stücken von Beckett und Ionesco in Wien heimisch machte. Er profilierte sich sowohl als Meister der leichten Muse wie der schweren Komödie. Am 29.8.1956 heiratete Otto Schenk seine Schauspielkollegin Renée Michaelis, als einziges Kind wird Sohn Konstantin am 3.11.1957 geboren. Otto Schenk inszenierte mit großem Erfolg verschiedenste Opern bei den Salzburger Festspielen, an der Wiener Staatsoper und erst 2009 wieder an der Metropolitan Opera in New York (Wiederaufnahme des Ringes von Richard Wagner). Von 1964 bis 1990 war Schenk als Regisseur und zeitweise Oberspielleiter an der Wiener Staatsoper tätig. Nach rund 120 Inszenierungen hat sich Schenk von der Opernregie weitgehend zurückgezogen. Zwischen 1986 und 1988 fungierte Schenk außerdem bei den Salzburger Festspielen als Direktionsmitglied (verantwortlich für das Schauspiel). Neben seiner Direktionstätigkeit blieb Otto Schenk seinem Theaterpublikum als Schauspieler immer treu, niemand stand öfter auf den Brettern, die die Welt bedeuten, als er. Über 100 Rollen hat er auf den verschiedensten Bühnen verkörpert. Sein Repertoire reicht von Komödiantischen bis Tragischen. Peter Turrini, einer der bedeutendsten Dichter der Gegenwart schrieb ihm mit „Josef und Maria“, „Grillparzer im Pornoladen“ und „Liebe in Madagaskar“(das 1995 am Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde) die Rollen auf den Leib. Er sei „ein Tanzbär über den Abgründen der Menschen“ schreibt die Stuttgarter Zeitung 2000. Otto Schenk gilt als einer der letzten wirklichen Komödianten des deutschen Theaters, er beherrscht die Kunst, Menschen jeglichen Bildungsstandes zu Lachstürmen hinzureißen. Zum 75.Geburtstag erschienen die Höhepunkte seines komödiantischen Schaffens als 6 bändige DVD – Edition; außerdem sein erstes persönliches Buch „Nach außen bin ich ja viel jünger“ mit einer Sammlung seiner Briefe an prominente Kollegen und Zeitgenossen. Alle weiteren Bücher, „Wer kocht, ist selber schuld“, „Darum das ganze Theater“, „Es war nicht immer komisch“ und „Warum mir so fad ist“ wurden ausnahmslos zu Bestsellern. 2010 feierte Otto Schenk seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass unternahm er eine große österreichweite Tour mit Jubiläumslesungen. Im Mai 2010 erschien die 2.Ausgabe seines komödiantischen Schaffens als 6 bändige DVD-Edition mit dem Namen „Sternstunden und alte Hüte“.

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Programme von Otto Schenk:

Sternstunden & alte Hüte

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Selten so gelacht!

Das Allerbeste von Otto Schenk