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Trittbrettl

Im TRITTBRETTL, das zu den ersten freien Theatergruppen Wiens zählt, verbinden sich die unterschiedlichsten Einflüsse. Die Erfahrungen des "Anti AKW Theaters" (1974-78), das als Agitationstheater bei der Arena-Besetzung aus der freien Wiener Szene entstand, entwickelten sich mit der Puppentheater-Begeisterung von Heini Brossmann zu einer neuen Form der Kleinkunst.

Schon als Zwölfjähriger stellte Heini Brossmann zum ersten mal mit Freunden seine "Pawlatschenbühne" auf der Jesuitenwiese auf und gab Kasperltheater zum Besten. Mit 16 begann er neben der Schule seine "Lehrzeit" als Handpuppenspieler bei der damals letzten aktiven Prater Puppenbühne von Wolfgang Kindler. Kasperl und Strolchi sind bis heute ein fester Bestandteil österreichischer Identität.

Bei TV Produktionen von Eipeldauer, Armino Rothstein (auch bekannt als Habakuk) und Godana Rothstein wirkte der ausgebildete Chemiker mit. Mit Traude Kossatz baute er LILARUM auf. Die Bühne wird bis heute mit "unsichtbaren" Spielern bespielt. Das feste Theaterhaus in Wien erfreut sich regen Zuspruchs.

Auf der Suche nach neuen Wegen des Figurentheaters begann Heini Brossmann zu experimentieren. Tief beeindruckt wurde er von dem russischen Großmeisters Sergei Obraszow, aber auch von Peter Schumann (Bread and Puppet, USA). Nach 15 Jahren Mitwirkung und Erfahrungen bei traditionellen öst. Puppentheatern und internationalen Pionieren, entstand der Wunsch die alten eingefahrenen Schienen zu verlassen.

Das Kabarett und Puppentheater Trittbrettl spielte fortan für Erwachsene und Kinder und feiert 2017 sein 35 jähriges Bestehen.

Heinz R. Unger: Wie ich zum Kasperl kam

„Was ich kann, lässt mich kalt. Was ich nicht kann, macht mich heiß. Das ist der Grund dafür, warum ich gerne in völlig neuen Gebieten tätig bin. Jetzt durfte ich zum ersten Mal am Projekt eines Puppentheaters mitarbeiten. Der Archetypus des Kaspers, Symbol des Aufbegehrens und der Aufmüpfigkeit, zog mich an. Am Wichtigsten aber war, dass dem Puppenspiel von Heini Brossmann eine Art Magie innewohnt, die mich an meine Anfänge im avantgardistischen Theater erinnert und die ich am zeitgenössischen Theater immer häufiger schmerzlich vermisse …

Er zaubert. Und er hat auch mich bezaubert.“

Der Schriftsteller, Dichter und Dramatiker Heinz R. Unger ist Staatspreisträger für Kinder und Jugendliteratur.

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Das Kroko Dicke Dil