© Franziska Schrödinger © Franziska Schrödinger

Sigi Zimmerschied

Der siebte Tag - Ein Erschöpfungsbericht


Zu den Terminen

Engelbert Erz ist verzweifelt.
Er war als Berater und Assistent seines Chefs an einem universellen
Experiment beteiligt.
Nach vielen Vorbereitungen erschufen sie innerhalb von sechs Tagen ein
komplexes Gebilde.
Einen bisher nie dagewesenen Baukasten.
Landschaften, Elemente, Lichtwechsel, Kreaturen, Emotionen.
Engelbert Erz war begeistert.
Ein unvergleichliches Lebenswerk.
Am sechsten Tag erschuf der Chef dann noch ein Wesen nach seinem
Ebenbilde und wollte sich am siebten Tag ausruhen und mit Freude sein
Werk betrachten.
Aber je länger er es betrachtete umso trauriger wurde er.
Dann kam der Zorn dazu.
Engelberts Sorge um seinen liebgewonnen Baukasten wuchs.
Gerade als der Chef alles wieder zerstören wollte hatte er eine große,
rettende Idee.
Er beruhigte seinen Chef und überredete ihn zu einem weiteren Arbeitstag.
Ihm war plötzlich klar geworden, wie man diese Fehlkonstruktion dennoch
würde ertragen können.
So schliefen der Chef und er am siebten Tag nicht, sondern erschufen etwas
ebenfalls noch nie dagewesenes, etwas ungeheuerliches.
Den Witz.
Verbunden mit einer ultimativen Ansage des Chefs an seinen
Schöpfungsassistenten.
Dieses Gebilde werde nur solange Bestand haben, als ihre, nun mit Humor
ausgestattete Schöpfung in der Lage sei, ihn mindestens einmal pro Woche
zum Lachen zu bringen.
Ansonsten werde er es zerstören.
Engelbert Erz ist verzweifelt.
Immer grimmiger stiert sein Chef auf sein Werk.
Einen riesigen Hammer in der Hand.
Er hat diese Woche noch nicht ein einziges Mal gelacht.
Nicht einmal geschmunzelt.
Engelbert Erz verbleiben gerade noch zwei Stunden.
Und ein paar unterhaltungssüchtige Ahnungslose................

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Kritik SZ von Oliver Hochkeppel (8.2.17)



April 2017

SA

01

Sigi Zimmerschied

Der siebte Tag - Ein Erschöpfungsbericht

20:00 Uhr
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VVK Kat. 2 € 19,50

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