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Kristofer Aström und Niels Frevert

STADTSAAL|SAMT|UNTERGRUND

So klingt das, wenn Fertigkeit, Selbstvertrauen und Gelassenheit zusammenkommen. Hier will niemand irgendwem irgendwas beweisen. Hier ist alles Musik, Herzlichkeit und Poesie ohne Pose. 
Niels Freverts neues Album heißt „Zettel auf dem Boden“. Gemeint sind jene Papierchen, die Menschen mit Nachrichten versehen und für ihre Lieben in der Wohnung liegen lassen, auf dem Boden, auf dem Tisch oder dem Kopfkissen. Hinter jedem dieser Zettel steckt eine Geschichte, und wenn man so will, ist jedes Lied auf dem neuen, vierten Album des Hamburger Musikers ein Zettel, eine Geschichte, eine Nachricht an den Hörer. Weniger verliebt formuliert: Frevert singt kaum noch über Innenansichten und Introspektives; sein Blick geht nach draußen in die Welt und die Leben der Leute. Exemplarisch dafür und beinahe wie eine Inhaltsangabe für das ganze Album ist der erste Song: „Schlangenlinien“. Eine Art Suite, in der Musik, Text und Gesang derart meisterhaft miteinander verwoben sind, dass man tatsächlich meint, Schlangenlinien zu fahren. Für Sekunden glaubt man gar zu schweben, oder nicht? Seine klare Sprache macht Welten auf, seine Musik ist eine Umarmung. Oder noch verliebter formuliert: Scout Frevert reitet wieder. In den Sonnenaufgang. Ganz entspannt,  schneller als der Schall. (Tino Hanekamp)

Man kennt Kristofer Aström vor allem wegen seines unüberhörbaren Hang zur Melancholie, dem er auf bisher 13 Alben und EPs freien Lauf ließ. Dass sein untrügliches Gespür für die schlecht beleuchteten Ecken der Seele dabei nicht zu
kurz kommt, spricht für den Schweden, der sich mittlerweile von Stockholm in die Waldgebiete des Umlands zurückgezogen hat.
Die letzten zwei Jahre hat sich Kristofer verstärkt seinem Leben und den damit einhergehenden Beziehungen und der Arbeit an neuen Songs gewidmet. Aktuelles Album: "From Eagle to Sparrow"

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