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Pigor & Eichhorn

Volumen 7

KRITIKEN siehe weiter unten

Pigor zetert, schluchzt, jammert und regt sich herrlich auf über den DFB, lügnerische Piloten, und er schleudert den native speakers ein Englisch ins Gesicht, dass ihnen Angst und Bange wird. Die Träger des Deutschen Kleinkunstpreises und des Österreichischen Kabarettpreises stehen aber auch für eine aktuelle, immer wieder überraschende Musiksprache und für swingende Wort-Grooves, die dem Zuhörer nicht nur in den Kopf sondern auch in den Bauch und in die Beine fahren.
Pigor & Eichhorn sind wahrscheinlich die musikalischsten unter den Kabarettisten und die kabarettistischsten unter den Chansonniers. Sie gehören mit Sicherheit zum Sehenswertesten, was zur Zeit über die deutschsprachigen Bühnen zieht.
Wer von Chanson mehr erwartet als den üblichen Mann-Frau-Hickhack und schwülstige Bebilderung von Seelenzuständen, liegt bei Pigor & Eichhorn genau richtig!Die Themenpalette, die die beiden Berliner zu bieten haben, ist atemberaubend und führt uns in Gefilde, wo bisher niemand Material für deutschsprachiges Liedgut vermutete. Ihre Songs sind böse, scharfsinnig um die Ecke gedacht. "Der Sänger Thomas Pigor möbelt das angestaubte Chanson-Genre auf (…) Virtuos haben P & E ... das angestaubte Chansongenre frisch gemacht und bewiesen, dass Kleinkunst doch nicht zweite Wahl sein muss wie 'Küssen ohne Zunge' (Pigor).“ Die Zeit

Viele Auszeichnungen, darunter der Deutsche Kleinkunstpreis, belohnten die Innovationsfreudigkeit und die Virtuosität des Duos, das mit seinen Chansons neue Maßstäbe gesetzt hat. Die Programme mit den simplen Titeln "Volumen 1" bis "Volumen 6" haben Kultstatus. Pigor & Eichhorn sind witzig, intelligent und bösartig und haben dabei einen Charme und eine Unverschämtheit, die einem den Atem verschlägt. Im Frühjahr 2011 kommt das nächste Programm der Reihe, „Volumen 7“, zur Uraufführung.

*****HÖRPROBE*****

 

KRITIKEN:

Wirklich cooles Jazz-Cabaret

von Mathias Ziegler, 22.11.2011

Pigor & Eichhorn mit neuem Programm - und zwei Jazzmusikern als kongeniale Partner. Pigor singt, Benedikt Eichhorn muss begleiten. Unterstützt wird er diesmal von Stefan Gocht und Emanuel Hauptmann.© BarbaraS
Kabarett, Comedy, Kleinkunst - nein, das ist alles nichts für Thomas Pigor und Benedikt Eichhorn. Nach mittlerweile 16 gemeinsamen Jahren auf der Bühne haben die beiden deutschen Musikkabarettisten endlich ihr Metier gefunden: Sie holen sich das Cabaret vom Rotlichtmilieu zurück und interpretieren es neu - als "Cool Cabaret", erweitert um Jazz-Elemente. Denn Pigor & Eichhorn, die gerade auf Österreich-Tour sind, haben zwei begnadete Jazzer mit ins Boot geholt: Stefan Gocht an Tuba und Posaune sowie Schlagzeuger Emanuel Hauptmann, der mit seiner Stimme Ben Becker Konkurrenz macht.
Dieses Quartett serviert also musikalische Schmankerln, die von derbem Witz über klamaukigen Ulk bis zu satirischer Gesellschaftskritik reichen. Lügende Piloten und Flugangst haben ebenso ihren Platz wie die internationale Politik oder die schwedische Elchjagd. Und natürlich das iPhone, das eine zentrale Rolle im Programm spielt. Schließlich ist auch das "Cool Cabaret" im Web 2.0 angekommen. Was Pigor zum Anlass nimmt, die "ziellose Neugier" der Generation iPhone zu geißeln. Und zwar mit der von ihm gewohnten Mimik und Hektik. Und auch das alte Konzept - Pigor singt, Eichhorn muss begleiten - geht in seiner erweiterten Form mit den Jazzmusikern voll auf.
Letztere sind weit mehr als nur angeheuerte Begleitmusiker. Sie machen das aktuelle Programm "Vol. 7" erst richtig interessant. Und sorgen für ein Hörerlebnis, bei dem Kabarettfans auf jeden Fall Neuland betreten - und vielleicht auch manche Jazzfans.
 

Pigor&Eichhorn Cabaret mit viel Esprit

von Werner Rosenberger, Kurier, 20.11.2011

Cabaret mit viel Esprit und Wodka

Kritik – Pigor & Eichhorn waren mit ihrem siebenten Programm, dem „ Volumen 7“, und verqueren Gedankengängen am Freitag im Stadtsaal: Nein, Kleinkunst macht das Duo aus Berlin nicht, sondern „Cool Cabaret“.
„Cabaret mit C. Wir holen uns das Genre aus dem Rotlichtmilieu zurück“, sagt Thomas Pigor, der permanent zappelige, hyperaktive Frontman. Irritierend Keiner nimmt in den stets überraschenden Chansons mit den swingende Wort-Grooves die Absurditäten des Alltags so schonungslos aufs Korn: Geruchsbelästigungen oder maulende Rentner, die Kirche, die Realpolitik oder Skandale.
Die zwei pöbeln mit intelligenten Bösartigkeiten und existenziellen Wehleidigkeiten. Der Sprachjongleur Pigor biegt sich die Sätze so zurecht, wie er sie braucht, und wie es die Reime und Pointen verlangen. In der Pause wird dem Publikum Wodka kredenzt, ehe Pigor über „Shakespeare in der Pfeife rauchen“ singt, und sein rustikalstes „Global Pigeon English“ von der Leine lässt, dass es einem fast die Schuhe auszieht. Witzig und bösartig „Der Zölibat fällt nicht“, wird in einem Song prophezeit und gereimt. „Die Jungs haben Angst – vor dem Jüngsten Gericht.“ Politisch korrekt ist beim Salon-Hip-Hop von Pigor gar nichts. Aber alles ist angriffig. Schräg. Um die Ecke gedacht. Und vor allem rhythmisch. Mit schönen Farbtupfern durch Emanuel Hauptmann am Schlagzeug und Stefan Gocht an Posaune und Tuba, zwei waschechten Jazz-Musikern. – Werner Rosenberger
INFO: Termine: 19. u. 23.–25. 11. Kabarett Niedermair 01/408 44 92; 26. 11. Stadtsaal 01/ 909 2244