??? Image[1]/Description ???

Trio Lepschi

z Tod gfiacht

Ein Faible für Sicherheitsdenken, Gesundheitsbewusstsein oder politische Korrektheit darf man sich vom Trio Lepschi nicht erwarten. Besteht es doch aus drei Herren, die im schmutzigen Biotop der nikotin- und alkoholgeschwängerten Siebzigerjahre sozialisiert wurden. Als soziokulturelle Dinosaurier dudeln sie gegen alles an, was unsere heutige Welt so lebenswert macht: Überwachungskameras, Rauchverbote, Töchtersöhne und politische Unschuldsvermutungen. Kein Wunder also, dass ihnen das Motto „z tod gfiacht“ für die vergangenen Feiertage richtig passend erscheint. Gewisse sentimentale Neigungen für überflüssige Phänomene wie Menschenliebe oder Toleranz klingen bei Martin Zrost, Tomas Slupetzky und Stefan Slupetzky glücklicherweise nur nebenher an. Es wäre auch zu schade um diese schöne Bescherung.

Klaus Nüchtern, "Falter", 22. 9. 2010
Das Trio Lepschi besteht aus drei Herren im besten Alter – Männern, die den Funken des Hallodritums noch zu zünden wissen, aber doch schon weise genug sind, um dem Witzelzwang zu entgehen und dem Ernst des Lebens seinen Tribut zu zollen.
Und siehe da: Es gelingt quasi mit links, sich in eine große Tradition einzuschreiben – bitterböse, saubrutal, saukomisch und hundsordinär!

Ernst Molden, „Kurier“, 23. 10. 2010
Trio Lepschi. Dieses tintenrabenpechschwarze Wunder versüßt mir meinen Herbst am nachhaltigsten. Die Songs pflegen ein Zusammenspiel von der verhaltenen Gewalt der Tiger Lillies, besitzen aber dazu Textgehalt wie bei Karl Kraus und zu alldem ein ebenso verhaltenes diebisches Vergnügen am Ausleuchten der Finsternis.